Eine Drohne in der Landwirtschaft macht sichtbar, was dem bloßen Auge verborgen bleibt: Stickstoffversorgung, Wasserstress und Pflanzengesundheit auf jedem Quadratmeter. Für Landwirte und Lohnunternehmer im Hohenlohekreis, rund um Schwäbisch Hall, Heilbronn und den Main-Tauber-Kreis liefern wir multispektrale Befliegungen, die direkt in teilflächenspezifische Düngung, Wildtierrettung und Schadensdokumentation einfließen. Das Ergebnis sind messbar eingesparte Betriebsmittel und entlastete Böden – datenbasiert statt nach Gefühl.
Während klassische Bonituren stichprobenartig bleiben, erfasst eine Multispektraldrohne die gesamte Fläche in einem einzigen Überflug. Sie sehen nicht nur, dass ein Teilschlag schwächelt, sondern wo genau und wie stark. Diese Genauigkeit ist die Grundlage für jede sinnvolle Variabilität bei Dünger, Pflanzenschutz und Aussaat – und damit für einen Betrieb, der Auflagen erfüllt und gleichzeitig wirtschaftlich arbeitet.
Anwendungsfälle
- NDVI- und Bestandskarten: Eine NDVI-Drohne erfasst den Vegetationsindex flächendeckend. Daraus entstehen Anwendungskarten für die teilflächenspezifische Düngung – Sie bringen Stickstoff genau dort aus, wo die Bestände ihn brauchen.
- Schaderreger-Früherkennung: Auffällige Bestandslücken durch Schnecken, Rüsselkäfer oder Pilzdruck werden früh sichtbar, lange bevor der Schaden flächig wird.
- Wildtierrettung vor der Mahd: Mit der Wärmebilddrohne suchen wir die Wiese vor dem Mähen ab. Versteckte Rehkitze werden zuverlässig erkannt und können geborgen werden – die Wildtierrettung per Drohne ist heute der Standard für tierschutzgerechtes Mähen.
- Hagel- und Sturmschaden-Doku: Flächengenaue Aufnahmen liefern eine belastbare Grundlage für die Hagelversicherung.
- Forst-Inspektion: Borkenkäfer-Befall, Windwurf und Trockenstress lassen sich aus der Luft schneller kartieren als am Boden – relevant für Forstbetriebe im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.
- Bestandszählung und Aufgang: Lücken im Feldaufgang und ungleichmäßige Bestandsdichte werden früh erkannt, sodass Nachsaat oder Reklamation rechtzeitig möglich sind.
Eine multispektrale Drohne ersetzt dabei keinen erfahrenen Blick über den Acker, sondern ergänzt ihn um eine objektive, wiederholbare Datenbasis. Gerade wer mehrere Schläge bewirtschaftet oder als Lohnunternehmer für viele Betriebe fährt, gewinnt einen Überblick, der sonst nur durch tagelange Begehungen entstünde.
Ablauf
- Erstgespräch und Flächendaten: Wir klären Ziel der Befliegung, Flächengröße und Lage. Sie liefern Schlaggrenzen, wir prüfen Luftraum und Naturschutzauflagen.
- Terminierung: Für NDVI legen wir den Flug in die passende Wachstumsphase, für die Wildtierrettung in die frühen Morgenstunden direkt vor der Mahd.
- Befliegung: Die Multispektraldrohne fliegt automatisierte Bahnen mit definierter Überlappung. Bei der Wildtierrettung koordinieren wir uns mit Jagdpächter und Landwirt.
- Auswertung: Aus den Rohdaten berechnen wir NDVI- und Multispektral-Karten, erstellen Anwendungskarten und exportieren in die Formate Ihrer Landtechnik.
- Übergabe: Sie erhalten Karten, GeoTIFFs, Shapefiles und einen PDF-Bericht mit den wichtigsten Auffälligkeiten – einsatzbereit für Düngestreuer, Spritze und GIS.
Technik
Im Zentrum steht eine Multispektralkamera mit fünf Bändern, die neben dem sichtbaren Licht auch die Rot-Kante und das Nahinfrarot erfasst. Daraus berechnen wir Vegetationsindizes wie NDVI, die Aussagen über Stickstoffbedarf, Biomasse und Pflanzenstress erlauben. Die fertigen Anwendungskarten liefern wir als ISOXML oder Shapefile – kompatibel mit Precision-Farming-Systemen von John Deere, Fendt, Claas, Horsch und Amazone.
Für die Wildtierrettung setzen wir eine Wärmebilddrohne ein, die Temperaturunterschiede zwischen Rehkitz und Wiese sichtbar macht. In den kühlen Morgenstunden hebt sich die Körperwärme eines Kitzes deutlich vom umgebenden Bewuchs ab – ein abgesuchtes Feld lässt sich so in wenigen Minuten statt in mühsamer Begehung sichern. Alle Geodaten exportieren wir zusätzlich als GeoTIFF für die Weiterverarbeitung in QGIS, ArcGIS und anderer GIS-Software. So bleiben Ihre Daten anschlussfähig, unabhängig vom Hersteller Ihrer Maschinen oder Software.
Die räumliche Auflösung der Befliegung legen wir auf den Zweck aus: Für großflächiges NDVI-Monitoring genügt eine gröbere Auflösung bei höherer Flughöhe, für die Schaderreger-Erkennung fliegen wir tiefer und detaillierter. Die Auswertung erfolgt nach der Befliegung im Büro, wo wir die Einzelbilder zu einem georeferenzierten Orthomosaik zusammenrechnen und daraus die Indexkarten ableiten.
Rechtliches & Sicherheit
Alle Flüge führen wir nach der EU-Drohnenverordnung (EU) 2019/947 durch. Unsere Piloten verfügen über die Fernpilotenzeugnisse der Kategorien A1/A3 sowie A2. Wir fliegen mit einer Drohnen-Haftpflichtversicherung über 5 Mio. € Deckungssumme.
Besondere Sorgfalt gilt dem Naturschutz: In Hohenlohe liegen zahlreiche Naturschutzgebiete (NSG), FFH- und Vogelschutzgebiete, insbesondere entlang des Kocher- und Jagsttals sowie im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Vor jeder Befliegung prüfen wir, ob die Fläche in einem Schutzgebiet liegt, und holen erforderliche Genehmigungen der unteren Naturschutzbehörde ein. Während Brut- und Setzzeiten passen wir Flughöhe und Zeitfenster an, um Wildtiere und Bodenbrüter nicht zu stören.
In der Region
Wir arbeiten für Landwirte, Lohnunternehmer und Forstbetriebe im gesamten Hohenlohekreis – von Künzelsau und Öhringen über Schwäbisch Hall und Crailsheim bis Bad Mergentheim und in den Raum Heilbronn. Lohnunternehmer setzen unsere NDVI-Karten als Zusatzleistung für ihre Kunden ein, Forstbetriebe nutzen die Befliegung zur Borkenkäfer-Überwachung, und Weingüter am Kocher und in Tauberfranken profitieren von der teilflächengenauen Bestandsanalyse im Weinbau.
Kurze Anfahrtswege bedeuten kurze Reaktionszeiten: Gerade bei der Wildtierrettung zählt jeder Tag, weil sich der Mahdtermin nach Wetter und Reife richtet und oft kurzfristig feststeht. Weil wir in der Region ansässig sind, lassen sich solche Termine flexibel einplanen. Auch wiederkehrende NDVI-Befliegungen über eine ganze Vegetationsperiode organisieren wir als feste Terminserie, sodass Sie Ihre Bestände lückenlos im Blick behalten.
Ob einzelne Wildtierrettung vor der Mahd oder wiederkehrendes Bestands-Monitoring über die ganze Saison: Sprechen Sie uns an – wir stimmen Umfang, Termin und Datenformate auf Ihren Betrieb ab und liefern Ergebnisse, mit denen Sie sofort arbeiten können.