Die PV-Thermografie per Drohne deckt Ertragsverluste an Photovoltaikanlagen auf, bevor sie ins Geld gehen – in Hohenlohe, Schwäbisch Hall, Heilbronn und im Main-Tauber-Kreis. Mit einer radiometrischen Wärmebildkamera erfassen wir aus der Luft Hotspots, defekte Bypass-Dioden, PID-Effekte und ausgefallene Strings, die vom Boden aus praktisch unsichtbar bleiben. Das Ergebnis ist eine string-genaue Befundkarte, mit der Sie gezielt instand setzen statt zu raten. Gerade bei großen Feldern ersetzt die Befliegung die zeitraubende manuelle Modulprüfung und liefert dennoch eine vollständige, lückenlose Bestandsaufnahme.
Eine PV-Anlage produziert über 25 Jahre Strom. Doch schon nach wenigen Jahren werden Mikrorisse, defekte Dioden oder Verschattungen zu echten Ertragskillern. Die Photovoltaik-Inspektion per Drohne erfasst ein 1-MWp-Feld in rund 60 Minuten Flugzeit – ohne dass ein Techniker Modul für Modul abgehen muss.
Schon ein einziger ausgefallener String oder eine Reihe schwächelnder Module summiert sich über ein Betriebsjahr zu spürbaren Mindererträgen. Weil sich solche Defekte schleichend entwickeln, fallen sie im Monitoring oft erst auf, wenn der Verlust bereits erheblich ist. Die thermografische Befliegung macht betroffene Module dagegen sofort sichtbar und ordnet sie eindeutig dem jeweiligen String zu – die Grundlage, um Wartung gezielt und wirtschaftlich zu planen.
Anwendungsfälle
- Inbetriebnahmeprüfung neuer Anlagen: Werks- und Montagefehler erkennen, bevor die Garantiefrist läuft.
- Wiederkehrende Wartung großer PV-Felder: Freiflächen-Solarparks und Aufdachanlagen ab 100 kWp regelmäßig auf Leistungsverluste prüfen.
- Schadensdokumentation nach Hagel oder Blitz: Wetterschäden flächendeckend und gerichtsfest erfassen.
- Garantiefall-Nachweise gegenüber Modulherstellern: belastbare Temperaturdaten für die Reklamation defekter Module liefern.
- O&M-Begleitung: Betreibern und Wartungsdienstleistern eine objektive Datengrundlage für die Priorisierung von Reparaturen geben.
Ablauf
- Anfrage und Terminfenster: Sie nennen Standort, Anlagengröße und Anlass. Wir prüfen die Wetterprognose und legen ein Zeitfenster mit ausreichender Einstrahlung fest.
- Voraussetzungen prüfen: Vor Ort messen wir die Einstrahlung und stellen sicher, dass die Anlage unter Volllast läuft.
- Befliegung: Wir überfliegen die Anlage systematisch aus rund 30 m Höhe und erfassen ein lückenloses radiometrisches IR-Mosaik sowie ein begleitendes Sichtflug-Video.
- Auswertung: Jeder Hotspot wird mit GPS-Position, String- und Modulzuordnung erfasst und nach IEC TS 62446-3 klassifiziert.
- Bericht: Sie erhalten einen PDF-Inspektionsbericht mit Hotspot-Karte und konkreten Handlungsempfehlungen für Versicherung, Betreiber und Wartung.
Technik & Genauigkeit
Für die Solaranlagen-Thermografie per Drohne setzen wir radiometrische Wärmebild-Drohnen ein. Anders als bei einfachen Wärmebildkameras liefert die radiometrische Aufnahme einen echten Temperaturwert pro Pixel – das ist die Voraussetzung, um Hotspots zuverlässig zu klassifizieren und nicht nur Temperaturunterschiede zu erahnen. Aus den Einzelbildern erzeugen wir ein georeferenziertes IR-Mosaik der gesamten Anlage.
Belastbare Ergebnisse setzen klare Bedingungen voraus. Wir fliegen nur bei einer Einstrahlung über 600 W/m², prüfen diesen Wert vor Ort und erfassen die Anlage unter Volllast bei Wind unter Beaufort 4 sowie klarem Himmel oder gleichmäßigem Hochnebel. Ideal sind Aufnahmen im Frühjahr oder Herbst zur Mittagszeit. Die Auswertung erfolgt nach IEC TS 62446-3 mit Einstufung der Befunde in Klasse 1 bis 3, sodass jeder Defekt nachvollziehbar dokumentiert und gegenüber Herstellern belastbar ist.
Die thermische Signatur verrät dabei die Art des Defekts: Ein einzelner überhitzter Punkt deutet auf einen Hotspot durch Zellschaden oder Verschmutzung hin, eine gleichmäßig erwärmte Modulreihe auf eine defekte Bypass-Diode, ein flächiges Muster über den Modulrand hinweg auf PID-Effekte. Diese Unterscheidung ist entscheidend, weil sie über die richtige Maßnahme entscheidet – von der Reinigung über den Modultausch bis zur Reklamation beim Hersteller. Das radiometrische Verfahren liefert die Temperaturdifferenzen, die für diese Einordnung nötig sind.
Rechtliches & Sicherheit
Jeder Einsatz erfolgt nach der europäischen Drohnenverordnung EU-VO 2019/947; den nötigen Genehmigungsrahmen klären wir vor jedem Flug nach Risikobewertung. Unsere Piloten besitzen den EU-Drohnenführerschein A1/A3 sowie das Zusatzzeugnis A2, und für jeden Auftrag besteht eine gewerbliche Drohnen-Haftpflicht mit 5 Mio. € Deckungssumme.
Liegen Solarparks in der Nähe von Schutzgebieten, etwa Naturschutzgebieten im Kocher- und Jagsttal, berücksichtigen wir die geltenden Auflagen und stimmen Flugzeiten und -routen entsprechend ab. So bleibt die Inspektion nicht nur aussagekräftig, sondern auch rechtssicher.
In der Region
Die PV-Thermografie in Hohenlohe und Umgebung gewinnt mit jedem neuen Solarpark an Bedeutung. Wir betreuen Anlagen im Hohenlohekreis mit Künzelsau und Öhringen, in Schwäbisch Hall, Crailsheim, Bad Mergentheim und Heilbronn. Die Region kombiniert eine hohe Dichte an Industrie- und Logistikdächern mit wachsenden Freiflächenanlagen – ein ideales Umfeld für die wiederkehrende Inspektion per Drohne.
In einer Region, in der Unternehmen wie Würth, EBM-Papst oder Ziehl-Abegg den Maßstab für technische Sorgfalt setzen, erwarten Betreiber dieselbe Präzision auch bei der Anlagenüberwachung. Wir arbeiten direkt mit Betreibern, EPCs und O&M-Dienstleistern zusammen und liefern Daten, die sich unmittelbar in Wartungsentscheidungen übersetzen lassen.
Weil das Wetterfenster für die PV-Thermografie begrenzt ist, planen wir Termine vorausschauend und nutzen kurze Anfahrtswege innerhalb der Region, um geeignete Einstrahlungsphasen flexibel zu treffen. Ob Freiflächenpark bei Crailsheim, Aufdachanlage in Öhringen oder Gewerbedach im Raum Heilbronn – wir kombinieren mehrere Objekte sinnvoll und halten so die Kosten pro Anlage niedrig. Fragen Sie Ihre PV-Thermografie an – Sie erhalten kurzfristig ein Festpreisangebot für Ihre Solaranlage.